KAPITEL
Masahwa, Safi Und Eko

„Pussies united will never be divided”

Weltweit gingen gestern unzählige Menschen auf die Straße,  um für die Menschenrechte von historisch unterdrückten Gruppen wie Frauen, Schwarzen, Immigrant*innen, LGTBQI-Personen und Muslim*innen zu protestieren. Allein der Women’s March on Washington zählte eine halbe Million Teilnehmer*innen. Mitten drin: Unsere Autorin Kristina Lunz, die für Libertine einige Eindrücke und Stimmen festgehalten hat.

Gestern, am 21. Januar 2017, machte ich mich früh morgens gemeinsam mit anderen Aktivist*innen auf den Weg von New York City nach Washington D.C. Wir fanden uns in Scharen zusammen, um für die Menschenrechte von historisch unterdrückten Gruppen wie Frauen, Schwarzen, Immigrant*innen, LGTBQI-Personen und Muslim*innen zu protestieren. Denn genau diese Rechte stehen seit dem Wahlsieg des Nationalisten und neuen Präsidenten der USA, Donald J. Trump, auf dem Spiel. Es war ein liebevoller und entschlossener Protestmarsch und hoffentlich der Beginn einer globalen Bewegung. Einige der Teilnehmer*innen erzählten mir, was sie an diesem historischen Tag auf die Straße gezogen hat und was sie bewegen wollen.

 

Kristie und ihre Töchter

Kristie und ihre Töchter

 

Kristie: “Ich bin mit meinen Töchtern hier hergekommen, da sie die Zukunft sind und wir für sie und all die Mädchen auf der ganzen Welt aufstehen müssen. Ganz besonders jetzt in unserem Land.”

 

 

Chad

Chad

 

 

Chad: “Ich bin hier um meinen Widerstand zu zeigen und um Trump und seiner Regierung eine klare Nachricht zu schicken. Nämlich dass er uns nicht repräsentiert und dass die Dinge, für die er steht, sowie sein Charakter nicht exemplarisch sind für die Vereinigten Staaten von Amerika.”

 

Tee mit seiner Tochter Alexis

Tee mit seiner Tochter Alexis

 

 

Alexis: “Wir marschieren heute mit, denn wir sind sehr traurig über den Ausgang der Wahlen. Wir möchten ein Bewusstsein für Minderheiten schaffen und dafür, wie unfair sie behandelt werden. Donald Trump sagt Dinge, die nicht in Ordnung sind. Er ist gemein und ein Bully.”

Ihr Vater Tee fügt hinzu: “Wir sind hier, um gemeinsam mit den unterrepräsentierten Communitys unsere Stimme zu erheben und um zu zeigen, was Demokratie wirklich ist.”

 

Gail, Nancy, Francesca und Hayley

Gail, Nancy, Francesca und Hayley

Gail: “Wir fordern Respekt für Frauen, für unseren Planeten und für alle Menschen auf der ganzen Welt. Heute ist der erste Tag einer echten Bewegung.”

Nancy: “Und ich möchte ein Vorbild für meine Töchter sein.”

Francesca: “Ich bin hier, weil der neue Präsident ein Vergewaltiger ist, was einfach unglaublich ist. Wir müssen Minderheiten, Frauen und unsere Religionsfreiheit schützen sowie die Rechte von Immigrant*innen.”

Hayley: “Wir müssen einfach etwas tun. Wir können nicht einfach nur rumreden, wir müssen aktiv was tun und damit auch andere inspirieren.”

 

Masahwa, Safi und Eko

Masahwa, Safi und Eko

 

Masahwa, Safi und Eko: “Wir sind hier, um uns für die Rechte von Frauen einzusetzen – für alle Frauen auf der ganzen Welt. Denn wir sollten das nicht mehr mitmachen müssen, diesen Einschnitt in unsere Rechte. Wir wollen Autonomie über unsere eigenen Körper.”

 

 

 

 

Lia

Lia

 

 

Lia: “Ich bin hier, weil ich davon überzeugt bin, dass wir jemanden wie Trump nicht einfach Präsident sein lassen können. Wir müssen uns für die Rechte von Frauen einsetzen und die Rechte aller Menschen. Auch wenn ich nicht wählen konnte, weil ich keine US-Bürgerin bin, möchte ich mich dennoch für diese Anliegen einsetzen.”

 

 

 

Tish

Tish

 

Tish: “Auch wenn ich heute hier nicht arbeiten müsste, wäre ich hier, um mit den anderen gemeinsam zu demonstrieren. Ich bin eine Frau, lesbisch und für mich und meine Familie ist es unglaublich wichtig, für unsere Rechte einzustehen. Und wären es nicht wir gewesen, unsere Community, die dafür in der Vergangenheit kämpfte, dann hätten wir sie heute wahrscheinlich gar nicht erst. Deshalb bin ich hier.”

 

 

Grant

Grant

 

 

Grant: “Ich bin hier, weil ich versuchen möchte, Trump und seine ganze Regierung davon abzuhalten, Amerika zu zerstören.”

 

John

John

 

 

John: “Ich denke, es ist sehr wichtig, mich der Demo anzuschließen und meine Bedenken darüber, was gerade in diesem Land und in der ganzen Welt geschieht, kundzutun.”

 

 

 

 

 

Statements und Bilder: Kristina Lunz

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